Fitness zum Wohlfühlen




Aktiver Beckenboden

Solange er funktioniert, merken wir nichts von ihm!
Meist rückt der Beckenboden in unser Bewusstsein, wenn erste Beschwerden auftreten oder vom Arzt ein Beckenbodentraining empfohlen wird. Studien zeigen, dass 75% aller Frauen und 25% der Männer im Laufe ihres Lebens von Beckenbodenproblemen betroffen sind. Wir tun also gut daran, wenn wir dieser verborgenen Körperregion etwas mehr Aufmerksamkeit schenken.

Eine gesunde Beckenbodenmuskulatur ist ein wahres Powerpaket und an fast allen Bewegungen unseres Körpers beteiligt:
- sie hält uns „dicht“ und unterstützt eine gesunde Blasen- und Darmfunktion
- sie stabilisiert den Rücken, sorgt für eine gute Haltung und einen beschwingten Gang
- sie stützt die Unterleibsorgane und gibt uns eine „stabile Basis“
- sie sorgt für mehr Freude und Lust bei der Sexualität
- sie gibt uns Kraft, Vitalität und ein gutes Körpergefühl

Nicht umsonst wird der Beckenboden in den östlichen Bewegungslehren als Quelle der Lebensenergie bezeichnet – denn hier entspringen unser Wohlbefinden, unsere Ausstrahlung und unser Selbstbewusstsein!
Im Laufe des Lebens muss der Beckenboden viel tragen und ertragen. Nicht immer gehen wir sorgsam mit ihm um. Schweres Heben und Tragen, Übergewicht, Fehlhaltungen und ungünstige Alltagsbewegungen schwächen die Muskulatur. Bei uns Frauen stellen Schwangerschaften und Geburten große Anforderungen an den Beckenboden. Dazu kommt die abnehmende Hormonproduktion in den Wechseljahren, die das Gewebe weicher und unelastischer werden lässt. Bei Männern treten Beckenbodenproblemen häufig nach Prostataoperationen oder mit steigendem Lebensalter auf.

Doch es gibt auch eine gute Nachricht: der Beckenboden besteht aus Muskelschichten, die wie alle Muskeln in unserem Körper bis ans Lebensende trainiert und gekräftigt werden können.
Es ist also nie zu spät, mit dem Beckenbodentraining anzufangen!

Bei diesen Beschwerdebildern kann Ihnen ein Beckenbodentraining helfen:

- bei Belastungsinkontinenz (Tröpfeln beim Husten, Niesen oder Laufen)
- bei Dranginkontinenz (Ihre Blase drängelt)
- bei Senkungsbeschwerden (Gebärmutter- oder Blasensenkung)
- bei Verspannungen oder Schmerzen im Unterleib
- nach Unterleibsoperationen
- bei undefinierten Rückenbeschwerden
- bei einem „offenen“ Körpergefühl

… und natürlich immer zur Prävention, damit diese Beschwerden gar nicht erst auftreten!